Das moderne Strafvollzugssystem basiert zunehmend auf internationaler Zusammenarbeit. Eine solche Gelegenheit bot der Besuch von Vertretern der Justizvollzugsanstalt Stralsund im Bezirk Koszalin, der dem Austausch von Erfahrungen im Bereich der Resozialisierung von Inhaftierten gewidmet war.
Die Delegation aus Deutschland informierte sich über die Maßnahmen, die in den Einrichtungen in Koszalin durchgeführt werden. Vorgestellt wurden Bildungs-, Therapie- sowie Sport- und Kulturprogramme, die die Gefangenen bei der Vorbereitung auf die Rückkehr in die Gesellschaft unterstützen und Rückfallkriminalität verringern sollen.
Besonderes Interesse weckten berufsqualifizierende Kurse, die an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst sind, therapeutische Workshops zur Förderung sozialer Kompetenzen sowie sportliche und künstlerische Aktivitäten, die das Klima in der Einrichtung verbessern, Teamarbeit fördern und das Selbstwertgefühl stärken.
Der Besuch endete mit der Erklärung, die weitere Zusammenarbeit fortzusetzen. Beide Seiten betonten, dass eine erfolgreiche Resozialisierung die Verbindung von Bildung, Therapie und sozialer Aktivität erfordert.

Fotos/Text ppor. Justyna Przygudzka – Krzemień